Zum Saisonauftakt nahmen die Einsiedler den langen Weg von der verschlafenen Klosterstadt runter in die Metropole Kloten City – die Flughafenstadt, dessen Volleyballclub sich auf die neue Saison hin auf einigen Positionen verstärken konnte, und, wie ein Insider berichtet, auch zum Überraschungsteam der Saison avancieren könnte. Alles war angerichtet, das Team freute sich auf den ersten Ernstkampf der Saison, die Fans waren gespannt, ja sogar eine VBC SWISS Fahne wurde gehisst. Und pünktlich zum Saisonstart wurde Starfotografin Ophelia aufgeboten, um das Teamfoto für die Saison 22/23 zu schiessen – mit der Folge, dass einige Spieler mit frischem Haarschnitt aufliefen. Allüren, die man so eigentlich nur von Profifussballern kennt.
Der VBC SWISS startete mit beiden Neuzugängen Tom (Aussen) und Roberto (Pass) sowie Nachwuchstalent Flo (Mitte), und den beiden Neupositionierten Niels (Dia) und Dishan (Libero) mit einer komplett neuen Formation in den ersten Satz. Gleich zu Beginn kam das Team bereits in eine grössere Bredouille. Dunkle Wolken zogen zum Herbstbeginn am Himmel über Kloten auf und die ersten Punkte gingen an Einsiedeln. Ob es nun an der neuen Formation oder den neuen Frisuren lag gilt es zu einem späteren Zeitpunkt zu analysieren, doch die frühe Führung (8-2) von Einsiedeln war besorgniserregend. Platzte der Traum des perfekten Saisonstartes schon so früh in der Partie? Nach einem Timeout konnte langsam Stabilität in den Abnahmen und Angriffen geschaffen werden. Der Score verbesserte sich von Punkt zu Punkt. Gerade Niels, auch bekannt als «Neo-Dia-Niels», befand sich in einer übermenschlichen Form und bombardierte die Einsiedler im wahrsten Sinne des Wortes. Mehr und mehr kam der VBC SWISS in einen Spielrausch, der nicht mehr zu brechen war. Das gesamte Team lieferte eine absolut souveräne Leistung ab, jeder Einzelne war plötzlich – und gerade noch rechtzeitig – in bestechender Verfassung. Spätestens zum Ende des ersten Satzes wurde der Herbstbeginn mit seinen dunklen Wolken wieder vom Spätsommer vertrieben und der VBC SWISS gewann souverän mit 25-18.
Im zweiten Satz konnte bewiesen werden, dass «Konstanz» und «Dominanz» ebenfalls zum Wörterbuch des VBC SWISS gehören. Der Schwung aus dem ersten Satz liess nicht nach und schon bald befanden sich die Klotener in einer komfortablen Situation. Flo spielte, als wäre er seit Geburt Mitte-Spieler, während Fredl (ist seit Geburt Mitte-Spieler) seine alleinige Lufthoheit am Netz zelebrierte. Auch nach einigen Wechseln liess die Konzentration des Teams nicht nach und die Eingewechselten konnten sich nahtlos ins Spielgefüge einfügen. Der zweite Satz endete so mit 25-15 zu Gunsten des Heimteams.
Auch im dritten Satz waren die Gesichter auf der gegnerischen Feldseite von Angst erfüllt. Ausschlaggebend für die souveräne Leistung des VBC SWISS war es auch, dass jedem Ball nachgehechtet wurde und man sich nie geschlagen gab. Gegen Ende des dritten Satzes zeigte sich der VBC SWISS dann doch noch menschlich und liess etwas nach. Dies hatte zur Folge, dass die Einsiedler wieder etwas Hoffnung schürten und stärker aufspielten. Doch selbst mit einigen Schlüsselspielern auf der Bank konnte der dritte Satz souverän mit 25-23 in die Bücher geschrieben werden.
Bleibt die Frage, ob dieses Auftaktspiel schon das perfekte Spiel war. Die Antwort ist: Nein, denn wir können uns noch in vielen Punkten verbessern und gerade bei Rückraumangriffen neue Spielsituationen kreieren. Wichtig ist, dass die Konzentration und die positive Stimmung in den kommenden Spielen aufrecht bleiben. Dennoch war die Leistung gegen Einsiedeln beeindruckend und der Sieg wohlverdient. «Good vibes» – eine meiner Lieblingsaussagen – könnte zum Beschrieb vom ersten Saisonspiel des VBC SWISS nicht besser passen. Es war ein fulminanter Start in eine englische Woche, denn bereits am Mittwoch geht es weiter gegen die «Jungen Wilden» von Züri Unterland. Wir sind sowas von bereit, sie an der Kanti Bülach zu belehren und in die Schranken zu weisen.
Auuuhh,
Manu


No responses yet