Die Frage der Stunde gleich zu Beginn: Wie hoch muss der VBC SWISS segeln, um ihre Sätze schlussendlich zu gewinnen? Die Antwort bleibt leider aus, aber dennoch war der Segelflug beim Mobiliar-Cupspiel gegen den VBC Mutschellen aus dem Kanton Aargau durchaus sehenswert und stets spannungsgeladen.
Stellt euch also zwei Segelflieger vor, startend auf 4000 Metern Höhe. Die ersten Minuten des Fluges verstrichen, und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Bild. Die Klotener und die Mutschlis (oder sagt man Mutschellener?) flogen auf derselben Höhe, was sich auch am Spielstand erkennen liess. Punkt für Mutschellen, Punkt für Kloten. Gemütlich und kontrolliert sank der Segelflieger vom VBC SWISS, im Gleichtakt zum gegnerischen Flieger. Gegen Ende des Satzes erwischte der VBC SWISS dann aber eine Warmfront und endete den ersten Satz um 5 Meter höher als seine Gegner, was in einem 25 zu 20 resultierte.
Ab in den Satz Nummer 2, neue Flughöhe: 3000 Meter. Die Flugverhältnisse gestalteten sich erneut ausgeglichen. Aber unsere Gegner waren nun angestachelt. Immer wieder rissen sie am Steuerknüppel, um den zweiten Satz höher abzuschliessen. Dies gelang dann tatsächlich auch, wiederum ganz knapp mit 2 Meter Höhenvorteil gegenüber den Flughafenstädter zum 25:23. Respekt an die Segelkünste der Mutschellener, welche nun in die Partie eingestempelt hatten.
Im Satz 3, welcher noch auf 2000 Metern Höhe startete, setzte der VBC SWISS dann leider zu einem regelrechten Sinkflug an. Der Spirit auf dem Feld ging etwas verloren, obwohl die auf der Bank sitzenden Auswechselspieler zu ausgelassenen Motivationsparolen anstimmten. Und irgendwie war dieser Sinkflug der Klotener auch etwas unglücklich, denn sie zeigten weiterhin starke Spielzüge. Hin und wieder rutschte der nasse Ball leider durch die Finger von Passeur Marco. Eventuell müssen wir mal Magnesium testen, um dies zu verhindern, wie bei den Ringturnern. Anyways, 17:25 in Satz 3 für den VBC Mutschellen.
Neuer Satz, neuer Schub. Noch 1000 Meter Höhe. Mutsch, wir sind ready für den Putsch. Zeit, unsere Flugkünste auszupacken. Wir segelten nun wieder aufwärts, und erspielten uns eine 20:13 Führung in Satz Nummer vier. Siegessicher setzten wir zum Looping an. Doch dieser Looping stürzte uns ins Verderben, da er uns unerklärlicherweise zu viel an Höhe kostete. Wir landeten zwar souverän, aber Mutschellen flog 2 Meter weiter. Und diese zwei Meter bedeuteten ein 25-23 im vierten Satz. 3-1 für Mutschellen. Game over, Segelflieger landed.
Fazit: 7 Punkte Vorsprung reichten also bedauerlicherweise nicht, um den vierten Satz zu gewinnen. Schade und irgendwie bitter, denn wir alle wären im Mobiliar-Cup gerne noch etwas weiter gesegelt. So bleibt dem VBC Mutschellen nur für die hochklassige Partie zu danken und ihnen einen erfolgreichen Weiterflug zu wünschen.
Auuh
Manu


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