Nach der langen Sommerpause war es endlich wieder soweit: Das H1 vom VBC SWISS reiste nach Wädenswil, um die Saison 24/25 mit Furore zu eröffnen. Thema des heutigen Matchberichts: Summertime Sadness. Ich zitiere:
„I got my red dress on tonight
Dancin‘ in the dark, in the pale moonlight
Done my hair up real big, beauty queen style
High heels off, I’m feelin‘ alive.“
Oder im übertragenen Sinne: Rotes Tenue. Ready to dance. Auch, wenn es draussen in Strömen regnete. Hübsch wie immer, und endlich wieder in Volleyball-Schuhen. Hochmotiviert, in Wädenswil ein Zeichen zu setzen. Mit den beiden Sommer-Neuzugängen und First Round Picks Kevin und Simon ist der VBC SWISS nämlich zu einem kompletten Kader herangewachsen.
Und doch war die Summertime Sadness noch etwas zu spüren – zumindest, als der Verfasser dieses Artikels erst nach dem erfolgreich gewonnenen ersten Satz (25:23) in der ausverkauften und stimmungsvollen Arena in Wädenswil eintraf.
Die Flughafenstädter wirkten noch nicht ganz eingespielt, als würden sie den Sommerferien noch etwas nachtrauern. Dazu kam, dass Wädenswil super Services und Angriffe spielten. Wädi, die Wadenbeisser. Oder anders gesagt fühlte es sich etwas an, als würde man auf ein nasses Strandtuch liegen. Entsprechend wurde der VBC SWISS im zweiten Satz mit 20 zu 25 abgetrocknet.
Zeit, den Sand aus dem Getriebe zu wischen. Dies gelang den Klotener im dritten Satz plötzlich wieder souverän. Es schien wie Ebbe und Flut an einem schönen Sandstrand. Einerseits vom Spielverlauf her, andererseits aber auch von der Stimmungslage. Wenn es lief, dann war der Spirit zu spüren und die Summertime Sadness verwandelte sich in eine Autumntime Madness. So wurde der dritte Satz 25 zu 18 gewonnen.
Und dann war da wieder diese Sadness im vierten Satz. Es lief nicht ganz rund, als würde die Luft in der Luftmatratze langsam weichen. Wieder wurden wir etwas nass gemacht, und verloren den Satz erneut mit 25 zu 20. Grund dafür war auch die super Stimmung der Wädenswiler und ihren lautstarken Fans, die eine Art Rätsche zum Anfeuern dabei hatten, wie wir es aus Sevilla vom Flamenco-Tanz diesen Sommer erlebten. Ein Learning fürs ganze Team: Keep your heads up, auch wenn der Sommer und der Sonnenschein mal vorübergehend endet, tamminomal.
Zeit für den Sonnenuntergang. Der fünfte Satz stand an, und da steuerte der VBC SWISS die wieder mit Spirit und Luft aufgeblasenen Luftmatratzen in Richtung Herbst. Die Energie war da, die Timings passten, und die Schläge schlugen mit aller Wucht auf der gegnerischen Seite ein. Und so kam es eben zu dieser Madness, die uns auszeichnet. 15:12 für den VBC SWISS im letzten Satz, was in einem 3:2 Sieg resultierte.
Fazit: Wir sind in der Lage, jeden Gegner zu schlagen, wenn wir an uns glauben (und in den Trainings unser vielseitiges Kader noch etwas auf den Herbst eingrooven). In dem Sinne, das Motto und den Glauben für die nächsten Spiele, egal wie es grad läuft, ganz nach der Schlussparole von Lana del Rey:
Baby, you‘re the best!
Auhh, Manu


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