Aus dem hohen Norden reiste heute der VBG Klettgau in unsere schöne Manege in Kloten. Alles war angerichtet für ein spannungsgeladenes Spiel in der ersten Runde des Mobiliar-Cups.
Siege gegen Zeitligisten ist sich der VBC SWISS mittlerweile gewohnt, erst letztes Wochenende siegte man 3-0 gegen das H1 aus Uster. Dennoch nahm unser 12-Mann starkes Kader den Gegner ernst, da wir um ihre Stärken nach einer knappen Niederlage im vorletzten Jahr wussten.
Im ersten Satz nahm Casi die Sache dann gleich sehr ernst. So ernst, dass er unglaubliche 10 Punkte in Folge am Service ausstreute. Es war regelrecht eine absurde Szenerie, und die Klettgauer staunten angstvoll aus der Wäsche. Und so stand eben dieser Casi am Ursprung des Supergaus für Klettgau. Nach einigen Wechseln beim VBC SWISS konnte sich der VBC Klettgau etwas fangen und fing an, ihre Klasse auszuspielen. Es reichte jedoch nicht, den komfortablen Vorsprung von den Flughafenstädtern einzuholen und so gewann der VBC SWISS mit 25 zu 22.
Im zweiten Satz wurde dann auf Seiten der Klotener etwas an der Aufstellung rumgeschraubt, damit möglichst alle Spieler etwas Auslauf erhielten. Dies nutzte Klettgau gekonnt aus, indem sie uns daran hinderten, unser Spiel aufzuziehen. Die Qualität des Gegners war plötzlich erdrückend. Vom friedlichen Westwind zog nun eine Bisenlage in der Klotener Arena auf. Kalte Luft aus dem Norden liess uns erstarren, und nichts passte mehr zusammen. Wir verloren den zweiten Satz klar mit 15:25. Drama-Time?
No drama, denn mittlerweile sind wir in der Lage, uns aus einer verzwickten Situation zu befreien, ohne einen Mental Breakdown zu erleiden. So knüpften wir an die Leistung des ersten Satzes an, als wäre die fiese Bise gar nie durch die Halle gezogen. Einziger Unterschied zu Satz 1: Unser Gegner war mittlerweile auch in Kloten angekommen und spielte stark auf. Doch wir liessen nicht locker und erkämpften und im dritten Satz ein 25 zu 23. Krimi-Time?
Ja, irgendwie schon. Wir wollten im vierten Satz eigentlich nichts mehr anbrennen lassen. Edel-Neuzugang Tino pritschte die Bälle auf die 3-Meter Linie, und auch der Rest des Teams hatte einen Zug in den Angriffen, die vor Überzeugung nur so strotzten. Aber erneut kam uns der Gegner gegen Ende des Satzes gefährlich nahe, und so verspielten wir 2 Matchbälle. Aber, aller guten Dinge sind drei: Nach einer Rettungsaktion in Extremis zog Phil den Ball zum 25:23 runter. Endresultat: 3:1 für den VBC SWISS.
Wir danken Klettgau für das erneut hochklassige Spiel. Was bleibt: Kloten kullert Klettgau raus. Für alle Linguistiker unter uns: Das war eine Alliteration, also eine Art Reim eines Gedichts. Poesie auf dem Feld verdient Poesie im Matchbericht.
Auuhh,
Manu


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