Es war alles angerichtet für ein Krimi-Dinner auf höchstem Niveau. Zu Gast in Kloten: Der VBC Rämi H1. Duelle, welche bereits in vergangenen Jahren knappe Kisten waren, und auch dieses Mal entwickelte sich das Spiel zur Zitter-Partie, soviel vorab.
Im vorliegenden Artikel wurde bereits drei Mal das Wort “Zittern” verwendet, weil “Zittern” laut Definition im Duden folgendes umschreibt:
“Unwillkürliche, in ganz kurzen, schnell aufeinanderfolgenden Rucken erfolgende Hinundherbewegungen machen”
Und genau diese unwillkürlichen Bewegungen erfolgten beim VBC SWISS im Service. Es muss kritisch beleuchtet werden, dass wir an diesem Montagabend eine absolute Service-Schwäche aufwiesen. So zappelte das Spielgerät nach unseren Aufschlägen wie ein Zitteraal im Netz, was zum Erzittern unserer Egos führte. Dennoch spielten wir sonst stark, und es fehlte jeweils nur dieser eine Stromschlag des im Netz zitternden Zitteraals, um die Energie auf die Mannschaft zu übertragen. Im ersten Satz gelang dies leider noch nicht, und so erzitterte sich Rämi ein 25 zu 22.
Diese verflixten Turbulenzen im Service liessen auch im zweiten Satz einfach nicht nach. Zittert ihr schon, weil ihr denkt, dass wir auch den zweiten Satz verloren haben? Falsch gezittert! Zittern kann nämlich auch positive Seiten erwecken. Zittern regt die Durchblutung an, und diese Durchblutung brachte den VBC SWISS im zweiten Satz auf Betriebstemperatur. Nach kurzen Zitter-Atacken im Service spielten die Klotener immer souveräner und zeigten, dass sie eigentlich das stärkere Team waren. Dies wurde dann mit einem 25 zu 18 belohnt.
Im dritten Satz gab es einige Wechsel, und es schien, als ginge die Zitterpartie von Neuem los. Vielleicht auch, weil die eingewechselten Spieler vor Kälte noch etwas zitterten. Es entwickelte sich wieder ein pommadiges Spiel und Rämi entschied den Satz mit 25 zu 20 für sich.
Im vierten Satz erzitterte dann der VBC Rämi ab dem vom VBC SWISS angerichteten Beben wieder. Stark gewannen wir Punkt um Punkt, was uns mit einem 25 zu 23 in den fünften Entscheidungssatz brachte.
Da ging das Zittern dann wortwörtlich wieder von vorne los. Nach einigen Punktverlusten schien Rämi davon zu ziehen. Aber dann zitterte Ana als souveräne Schreiberin dazwischen. Aufmerksam stellte sie fest, dass Rämi in falscher Position auf dem Feld stand. Dies läutete den Wendepunkt ein und selbst der Klotener Zitterservice stoppte. Die Winner-Mentalität überkam uns, und so kam es zum verdienten zum Happy-End. 15 zu 12 in Satz fünf!
Während der VBC SWISS in den letzten Cupspielen nur so brilliert hat, ist man im Liga-Alltag noch nicht ganz so konstant. Aber mit genau solchen Willensleistungen wie heute gewinnen wir auch diese Spiele, die halt hin und wieder etwas zittrig sind.
Meine Nerven.
Auuh, Manu
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